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#towelday oder einen Teilzeit-Nerd als Papa zu haben

Gestern lief ich, der ich ein kleiner Fan des was damals auch immer rauchenden Douglas Adams bin, den ganzen Tag mit einem Handtuch über der Schulter durch die Gegend.

„Man sollte immer ein Handtuch dabeihaben.“

Als Projektmensch, der im Kundenkontakt unterwegs ist, kommt das im Büro leicht schräg rüber. Viel mehr als die Huldigung auf die Antwort auf alle Fragen ist da nicht drin.

An einem Pfingstmontag sieht das schon anders aus:

  • Fleischbärchen trinkt ein wenig zu enthusiastisch ihr Wasser zum Frühstück. Ein klarer Fall für Papa.
  • Am Vormittag bleiben wir drin. Und weil’s im Buch auch so drin steht, dient das Handtuch – über den Kopf gehängt – als Geistverkleidung. Begeisterung bei der Großen, der Lütte ist auch angetan. Für ihn heißt das Spiel aber eher „Papa weg – Papa da“.
  • Auch als Windmaschine taugt das Ding prima. Jedenfalls so lang, bis ich damit das Kind aus Versehen umgewindet habe.
  • Mittags gibt’s keinen flexibleren Topflappen – beliebig viele Lagen Stoff. Für beide Hände/Griffe.
  • Nachmittags: Vom Spielplatz runterzukommen, ohne dass das durchs Fleischbärchen lautstark moniert wird, ist wie n Sechser im Lotto. Obwohl ich das gar nicht spiele. Da ist Ablenkung König: Wir spielen Schlange. Papa läuft kurvig vornweg, die Große am anderen Ende des Handtuchs die gleichen Kurven hinterher. Das funktioniert so lang, bis sie sich an die Badszene ihres Kindergartenbuchs erinnert… Da zerren zwei Kinder am Handtuch und streiten sich drum. Es folgt eine sehr anschauliche Darstellung, äußerst authentisch vertont.
  • Die leichte Bekleidung war toll für einen sonnigen Nachmittag, der aufkommende Wind und Wolken sind so medium gemütlich. Gut, dass ich ein Handtuch-Schal dabei hab!
  • Den Rest des Weges heimwärts ist die Kooperationsbereitschaft der Großen bei Null. Also Kind auf die Schultern, Laufrad in die Hand. Das Schweißtuch für danach hängt über der Schulter.
  • Nach dem Abendessen stimmt auch K2 in den Kanon der Müdigkeitsgesänge ein. Die Anstrengung fördert einen kleinen Teil des Mahls zurück ans Tageslicht. Das Spucktuch ist schon da.
  • Beim Fertigmachen der Waschmaschine verabschiedet sich der treue Begleiter souverän die Tropfen des verschütteten Waschmittels aufnehmend in die Trommel bevor es
  • als Feuchtigkeitsspender nach dem Aufhängen das Raumklima optimiert.


Der Douglas Adams war n schlauer Kerl. Als Papa sollte man immer ein Handtuch dabeihaben.

Autor: steffen

Lebt. Liebt. Streitet.

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